Dr. phil. Daniella Seidl – Heilpraktikerin –
Feuerbachstraße 31 a, 14471 Potsdam
praxis@homoeopathie-seidl.de
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Die Wechseljahre der Frau – etwas ganz Natürliches

 

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Die Wechseljahre bilden wie die Pubertät eine hormonelle Umstellungsphase in unserem Lebens, eine Zeit der Veränderung und den Beginn eines neuen Lebensabschnittes.

Nicht nur die Zeitspanne, in der eine Frau fruchtbar sein kann, ist individuell unterschiedlich, sondern auch der Beginn, die Dauer sowie die jeweiligen Beschwerden der Wechseljahre. Dieser seelische und körperliche Wandlungs-Prozess hat für Frauen mehr oder weniger belastende Momente. Auch hier gibt es große individuelle Unterschiede:

Für etwa 1/3 aller Frauen gehen die Wechseljahre mit erheblichen Beschwerden einher, ein zweites Drittel erlebt mittelstarke Beschwerden, und das letzte Drittel empfindet diese Zeit und ihre typischen Symptome als nicht oder kaum beeinträchtigend.

Trotz verschiedener typischer und von der jeweils betroffenen Frau oft als unangenehm bis sehr belastend empfundener Symptome, sind die Wechseljahre keine Krankheit und – normalerweise – auch nicht als solche zu behandeln.

Die Wechseljahre sind etwas ganz Natürliches, körperliche und seelische Unannehmlichkeiten mit eingeschlossen.

Der Körper stellt sich langsam um, immer seltener reift im Zyklus ein Ei heran, die Zyklen werden unregelmäßiger und ziehen sich in die Länge. Nach Hormonschwankungen und mit einer starken Einschränkung der Östrogen-Produktion kommt es mit dem Ausbleiben der Regelblutung (der Menopause) schließlich zum Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt (Postmenopause).
 

Wechseljahre: Keine ’Krankheit’, sondern der Eintritt in eine neue Lebensphase

 

Wie so Vieles im Leben ist der Umgang mit dem Klimakterium auch eine Frage der Perspektive sowie der Lebensumstände.
In der Mitte des Lebens verändert sich nicht nur der Körper. In dieser Lebensphase sind wir beruflich meist gut aufgestellt, vielleicht aber auch in Routinen festgefahren. Die Kinder sind gegebenenfalls „flügge“, das Alltagsleben wandelt sich durch den Auszug des Nachwuchses. Die Mutterrolle nimmt bei Frauen mit Kindern weniger Raum ein, dafür gibt es jetzt wieder Zeit für uns selbst. Auch die Partnerschaft verändert sich. Aus Eltern werden wieder Paare. Bei Einigen kann dadurch eine neue Leichtigkeit im (sexuellen) Miteinander eintreten, auch weil eine ungewollte Schwangerschaft (zumindest nach der Menopause) keine Belastung mehr darstellt. Bei Anderen können gerade jetzt eingefahrene, nur mehr durch die Kinder erhaltene Beziehungen an ein Ende kommen.

Einige Frauen erleben sich nun befreit von körperlichen Belastungen der Menstruation und ihren unterschiedlichen Begleitbeschwerden wie Migräne, Brustspannen etc.. Andere hadern mit dem angeblichen Verlust von Jugendlichkeit und sexueller Attraktivität.

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Die Wechseljahre können auch eine Chance darstellen, darüber nachzudenken, was im Leben fehlt, was anders werden kann und soll. Hier tun sich Räume auf für Neues, ohne die Zwänge der ersten Lebenshälfte. Da die Menschen zunehmend älter werden, wird auch die verfügbare Zeit nach der Menopause immer länger.

Es liegt ein dritter Lebensabschnitt vor uns (nach Kindheit/Jugend, fruchtbarer Zeit, und/oder ggf. Karriereaufbau), in dem nun viel neue Gestaltungs-Möglichkeiten und Zeit für Einen selber liegen können.

Chance und Verlust liegen nah beieinander. Was für die eine Frau Befreiung vom Thema Verhütung bedeutet, ist für die andere Verlust von Fruchtbarkeit und Weiblichkeit. Die eine Mutter atmet auf, wenn die Kinder endlich selbständig sind, die andere fällt in das Loch des ‚Empty-Nest-Syndroms’.

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Alles eine Frage der Perspektive? Nicht nur …

 

Die Wechseljahre als Beginn für eine lebendige, gute neue Lebensphase sehen und werten zu können, ist nicht immer einfach. Es ist nicht nur unsere Einstellung, die zu verändern ist, damit die bevorstehenden Lebensjahre erfüllt, gesund und glücklich werden können.

Empfinden Sie die Umstände Ihres Lebens vielleicht gerade in dieser Zeit eher als schwierig, z. B. wenn Sie sich festgefahren im beruflichen Alltag fühlen, vielleicht gerade WEIL die Kinder aus dem Haus sind (und damit die gewohnten täglichen Aufgaben), gibt es eventuell betreuungsbedürftige Eltern, vielleicht gar eine Trennung vom Partner, … und dann noch Hitzewallungen und Schlafstörungen. Da mag ein Perspektivenwechsel nicht so einfach fallen.

Holen Sie sich professionelle Hilfe, wenn Sie diese brauchen.

Nicht nur körperliche Symptome können Frauen in dieser Phase belasten, gerade auch die Psyche kann jetzt leiden.

Es ist legitim und oft unumgänglich, sich hier professionelle Hilfe zu holen. Sei es durch psychotherapeutische und seelsorgerische Angebote (begleitend auch durch klassische Homöopathie), um durch diese „dunklen Stunden“ gehen und aus diesem gefühlten „Tal“ wieder herausfinden zu können. Suche Sie sich bitte Unterstützung, wenn Sie spüren oder wissen, dass Sie nicht mehr alleine weiter können.

Und gehen Sie in den Austausch mit anderen Frauen. Denn Sie sind nicht alleine mit Ihren kleinen und großen Beschwerden und Problemen. Leider sind die Wechseljahre meist immer noch ein Tabuthema in unserer männerbestimmten Gesellschaft. Darum wäre es so wichtig, unsere Erfahrungen zu teilen und weiterzugeben.

Genau so wenig wie das Klimakterium eine Krankheit ist, ist es eine Zeit, die Sie alleine durchstehen müssen!
 

Dr. phil. Daniella Seidl – Heilpraktikerin –
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Frauensache Wechseljahre: Hitze, Kälte, Schweißausbrüche …

Der Körper spielt plötzlich verrückt

 

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Der Hinweis auf die vorgenannte Natürlichkeit des Klimakteriums (Wechseljahre) soll natürlich nicht bedeuten, dass diese Zeit nicht ihre Tücken und Herausforderungen hat!

Je nach Heftigkeit der Symptome, der eigenen Lebenssituation, dem Verständnis oder den gegebenenfalls negativen Reaktionen eines Partners, der Familie oder von Arbeitskollegen und sozialem Umfeld, kann diese Zeit durchaus eine Art „Tanz auf dem Vulkan“ sein.

Vom hormonellen Umbau können vor allem vegetative Bereiche und auch die Psyche betroffen sein:

  • Hitzewallungen,
  • Schweißausbrüche,
  • Herzklopfen,
  • Kreislaufschwankungen,
  • Empfindungsstörungen (Ameisenlaufen Arme und Beine)
  • Schwindel,
  • Bluthochdruck,
  • Migräne,
  • Haarausfall,
  • vermehrte Wassereinlagerungen,
  • Gewichtszunahme,
  • schmerzende Gelenke,
  • Myome,
  • Endometriose,
  • trockene Schleimhäute (v. a, Vaginal-Schleimhäute),
  • vaginale Pilzinfektionen,
  • chronische Blasenentzündungen,
  • sexuelle Probleme (Scheidentrockenheit, Libidoverlust),
  • Schlafstörungen,
  • Erschöpfung,
  • Stimmungsschwankungen,
  • depressive Verstimmung,
  • Ängste und innere Unruhe,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Vergesslichkeit

… all das sind mögliche Auswirkungen der Veränderungen im Hormonspiegel in diesen Jahren.
 

Was fehlt einfach künstlich ersetzen – ist das hilfreich und gesund?

 

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Die schnelle „Lösung“ per Rezeptblock sollte genauestens überlegt werden, da sie manchmal mehr schaden kann als sie nützt.

In Einzelfällen mag auch die Verschreibung bestimmter Hormon-Präparate (Hormon-Ersatztherapie) durch die Ärztin / den Arzt Ihres Vertrauens „alternativlos“ sein. Je nachdem, was in Ihrem Klimakterium genau passiert und was für Sie auf dem Spiel steht, ist es eine Frage der Abwägung von Vor- und Nachteilen.

Erkundigen Sie sich auf jeden Fall genau nach den bekannten Risiken von Hormon-Präparaten (Herzinfarkt, Brustkrebs, Thrombose, Schlaganfall …). Der oftmals als positiv gehandelte Effekt der Osteoporose- Vermeidung durch Hormonersatz-Therapien ist wissenschaftlich nicht klar belegt.

Es gibt unterschiedliche Formen bestimmter Hormone sowie auch unterschiedliche Arten der Verabreichung, mit denen jeweils höhere bzw. verminderte Erkrankungs-Risiken als Nebenwirkungen einherzugehen scheinen.

Auch können nur bestimmte betroffene Körperbereiche gezielt behandelt werden, statt „flächendeckend“ wirkende Präparate zu geben. Die medizinische und pharmazeutische Forschung entwickelt sich immer weiter und immer neue Produkte. Aber „nebenwirkungsfrei“ gibt es bei künstlichen chemischen Substanzen eigentlich nicht. Und: Mit einer Einmal-Gabe ist es kaum getan, die Behandlung wird oft über viele Jahre, gar Jahrzehnte fortgesetzt. Und was passiert, wenn Sie dann damit aufhören wollen?

Das alles ist zu bedenken. Informieren Sie sich bitte, bevor Sie mit einer Hormonersatz-Therapie beginnen, und wägen Sie Vor- und Nachteile gut ab.
 

Sind alternativ eingesetzte pflanzliche Stoffe „die bessere Alternative“?

Ja und Nein

 

Pflanzliche Östrogene (Phyto-Östrogene) enthalten Stoffe (Isoflavone), die im menschlichen Körper hormonähnlich wirken können. Soja, Rotklee oder die Sibirische Rhabarberwurzel werden gerne als Alternativen zur „klassischen“ Hormonersatztherapie gehandelt.

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Sind pflanzliche Hormone – Phytoöstrogene – die Lösung?

 

Grundsätzlich ist gegen solche Stoffe – in Form von natürlichen Pflanzenteilen (Tee, Frischsäfte, Nahrungsmitteln etc.) – gar nichts einzuwenden, im Gegenteil. Diese hormonell ausgleichenden Bestandteile in der Nahrung oder in individuell hergestellten Teemischungen können helfen, bestimmte Wechseljahresbeschwerden zu lindern und das hormonelle Gleichgewicht zu regulieren.

Schwierig wird es bei hochdosierten Monopräparaten (vor allem bei Selbstmedikation). Diese sind künstlich extrahiert und daher aus ihrem natürlichen Wirkzusammenhang gelöst. Sie nehmen hier keine Pflanze mit komplexen Bestandteilen, sondern ein quasi künstlich hergestelltes chemisches Präparat zu sich. Im Gegensatz zur gesamten Pflanze bzw. zum ganzen Nahrungsmittel, stellen sie nur einen künstlich reduzierten Teilaspekt der Gesamtwirkung zur Verfügung.

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Phytoöstrogene sind darüber hinaus den im Körper gebildeten Östrogenen nur ähnlich, nicht mit diesen identisch.

Die Gefahr der Überdosierung ist groß, hier kann es durchaus zu Nebenwirkungen kommen. So stehen isolierte Isoflavone aus Nahrungsergänzungsmitteln in Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen.

Gerade in der ersten Phase der Menopause (Prämenopause) kommt es durch den Abfall von Progesteron und Gestagenen zu einem relativen Östrogenüberschuss. Die Zufuhr durch zu viele Phyto-Östrogene in Nahrungsmitteln und Getränken (wie Sojaprodukten, hopfenhaltigem Bier oder Tee und Präparaten mit östrogenartiger Wirkung) wird eine bereits bestehende Östrogendominanz noch mehr verstärken. Das sensible Hormonsystem kommt dadurch noch mehr ins Ungleichgewicht, der Körper setzt Stresshormone (Cortisol) frei, und die Wechseljahresbeschwerden werden dadurch nicht besser.

Phyto-Östrogene sollten daher nie ohne professionelle Beratung, nicht in großen Mengen und über längere Zeiträume (auch nicht als Nahrungsergänzungsmittel) eingenommen werden!
 

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Asiatinnen haben es leichter in den Wechseljahren:

Sind Sojaprodukte eine Alternative?

 

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Immer wieder ist davon die Rede, dass Frauen in Südostasien, vor allem in Japan, aufgrund ihrer Ernährungsweise mit vielen Sojaprodukten nicht im gleichen Maße an Wechseljahres-Beschwerden leiden würden wie Frauen in westlichen Ländern. Außerdem hätten sie wesentlich geringere Krankheitsrisiken (Herz-Kreislauferkrankungen, Brustkrebs etc.).

Die in Südostasien beobachteten Effekte einer phytoöstrogenreichen Ernährung lassen sich allerdings nicht (nur) durch einen hohen Konsum von Sojaprodukten, sondern generell mit einer anderen Ernährungsweise – von der Kindheit an – erklären. Traditionell wurden und werden zum Teil im asiatischen Raum, im Vergleich zu Europa, sehr viel weniger Fleisch- und weniger Milchprodukte, also insgesamt weniger tierische Eiweiße, verzehrt. Diese gesundheitlichen Besonderheiten und Auswirkungen haben sich, durch die Globalisierung und die Angleichung der Lebensweise – vor allem in den Städten, auch in Südostasien inzwischen negativ verändert. Dennoch kann eine solche Ernährung, wie sie dort früher üblich war, durchaus vorbildhaft sein.

Soja im Übermaß, gar als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, kann jedoch mitunter mehr Schaden als Nutzen bringen.

Soja vermag durch seine spezifischen Inhaltsstoffe (Lektine, Proteasehemmer etc.) zum Beispiel chronische Entzündungen im Darm und Allergien zu befördern, außerdem kann sich übermäßiger Sojagenuss vor allem bei relativem Jodmangel negativ auf die Schilddrüse auswirken.

In Asien wird Soja daher meist fermentiert gegessen (zum Beispiel als Miso oder Tofu) und auch nicht in „rauen Mengen“, sondern als ein Bestandteil einer ausgewogenen gesunden Ernährung mit viel Fisch, Gemüse, Reis, grünem Tee etc..

So deuten Studien zu präventiven (vorbeugenden) und therapeutischen Effekten von Nahrungsmitteln auf dem Gebiet der Krebsforschung an, dass diese auf die komplexe Wirkung des Nährstoffverbundes und nicht auf isolierte Nährstoffe zurückzuführen sind.

Sojaprodukte bilden in gewissen asiatischen Ländern zwar den wichtigsten Protein-Lieferanten, ein durchgängig hoher Konsum ist aber nicht so einfach auf unsere westliche Welt zu übertragen. Japanerinnen sind beispielsweise seit Jahrhunderten an Soja gewöhnt, für Europäerinnen sind die spezifischen Eiweißkomplexe ungewohnt und können daher Unverträglichkeiten auslösen.

Gegen Sojaprodukte, als ein Bestandteil im Rahmen einer ausgewogenen und gesunden Ernährung, ist nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil. Als alleiniges Heilmittel bei Wechseljahresbeschwerden sind Sojapräparate jedoch nicht geeignet.

Grundsätzlich gründet jede Hormonersatz-Therapie – das gilt auch für Phytho-Östrogene – auf einer sehr einfachen und mechanistischen Vorstellung von unserem Körper. Denn das alleinige Auffüllen oder Ersetzen einzelner Teile bringt das Gesamtsystem von Körper und Seele nicht in Harmonie.

Das menschliche Hormonsystem ist ein sehr sensibles und unendlich komplexes Gefüge, das längst noch nicht in seiner ganzen Ausdifferenzierung erforscht ist. In den Wechseljahren verändern sich „Hormon- Zusammenhänge“, um danach ein neues Gleichgewicht zu finden. Die Östrogene sind nur eine Stimme in einer komplizierten Orchestrierung der Fruchtbarkeit und des menschlichen (hier besonders des weiblichen) Lebens.
 

Bewährte Rezepte der Pflanzenheilkunde

 

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Aus naturheilkundlicher Sicht ist es in belastenden Zeiten wie den Wechseljahren besonders wichtig, Körper und Seele bzw. die Lebenskraft in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen.

In der traditionellen Pflanzenheilkunde kennt man seit Jahrhunderten Heilpflanzen, denen eine ausgleichende Wirkung auf das gesamte weibliche Hormonsystem nachgesagt wird. Man spricht hier von einer „adaptiven Wirkung“. Diese soll nicht nur Einfluss auf bestimmte Hormone wie Östrogen nehmen können, sondern auf das ganze komplexe Gefüge.

Die traditionellen „Frauen-Kräuter“ wie Frauenmantel, Melisse, Silberkerze, Engelwurz und noch viele andere werden in der Naturheilkunde nicht nur genutzt, um bestimmte Wechseljahresbeschwerden (z.B. Salbeitee bei Hitzewallungen) lindern zu helfen, sondern vor allem, um das hormonelle Ungleichgewicht sanft regulierend zu stimulieren.

Durch individuell hergestellte Teemischungen, Aromaöle und auch bewährte Komplexmittel können Sie Seele und Körper in dieser Zeit der Veränderung sanft begleitend unterstützen.

Bei Interesse erfahren Sie dazu gerne mehr bei Ihrem Termin in meiner Praxis.
 

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Wechseljahre und Klassische Homöopathie

Ganzheitlich-homöopathische Behandlung

 

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In welcher Phase rund um die Wechseljahre Sie sich auch befinden und welcher Art Ihre Beschwerden in diesem Zusammenhang auch gerade sind, hier kann die Homöopathie eine Möglichkeit sein, Sie wirklich ganzheitlich zu behandeln.

Gerade die Herangehensweise der klassischen Homöopathie vermag es, meiner Meinung nach, in tiefere Zusammenhänge und damit auf Köper, Geist und Seele einzuwirken.

Homöopathie ist so individuell wie Ihre Situation.

Hier gibt es kein „Wechseljahres-Globuli“, etwas das auf alle Wechseljahres-Beschwerden und damit für jede Frau passt. Sie sind eine ganz spezielle Frau mit ganz individuellen Beschwerden und körperlichen und seelischen Eigenarten und mit einer einzigartigen Lebensgeschichte, die es so kein zweites Mal gibt.

Mein Anliegen ist es, Ihnen nicht nur bei Ihren körperlichen Beschwerden zu helfen, sondern Sie als Individuum in Ihrer Gesamtheit zu sehen und zu unterstützen.

Oft kommen grade in den Wechseljahren alte Belastungen hoch. Jede von uns bringt bestimmte Schwachstellen im Organismus mit. Diese müssen sich nicht unbedingt negativ auswirken, aber gerade in körperlichen und seelischen Umbruchphasen können diese deutlich werden und Symptome zeigen.

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Die Homöopathie spricht hier von „Konstitution“, die sowohl mitgebracht (durch Vererbung) als auch erworben (durch Umweltfaktoren und auch Lebensführung) ist. In der aktuellen Forschung wird ähnlich das Prinzip der „Epi-Genetik“ diskutiert.

Die klassische Homöopathie arbeitet, vor allem bei chronischen Beschwerden, mit einer sogenannten „Konstitutionsbehandlung“. Gerade auch in der Übergangszeit der Wechseljahre kann diese von großem Nutzen sein.

Gerne vereinbaren Sie hierzu einen kostenlosen Beratungstermin in meiner Praxis.
 

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Die Zeit der Wechseljahre

Drei Phasen der Veränderung

 

Die Wechseljahre (Klimakterium) bezeichnen die Zeit der Umstellung von den fruchtbaren Jahren bis zum Beginn der „Postmenopause“, also der Zeit nach der letzten Regelblutung.

Unterschieden werden (bei uns):

  • Prämenopause (Hormonschwankungen mit manchmal ausbleibendem Monatszyklus),
  • Perimenopause (Zeitabschnitt zwischen Prä- und Postmenopause) bis zur
    – Menopause (Zeitpunkt der Einstellung der Regelblutung) sowie die
  • Postmenopause (die Zeit nach der Menopause).

Wer sich in den Wechseljahren gerade genau in welchem Stadium befindet, lässt sich nur schwer feststellen. Auch der Beginn der Wechseljahre ist nicht genau am Lebensalter festzumachen. Der Beginn ist sehr individuell und wird von unterschiedlichen Faktoren mit beeinflusst.
 

Von der Prä- bis zur Postmenopause

 

Prämenopause – der Tanz der Hormone beginnt

 

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Jede Frau kommt mit 1 bis 2 Millionen Eizellen zur Welt. Insgesamt entwickeln sich aber nur etwa 500 im Rahmen der Zyklen befruchtungsfähig zu einem Ei heran. Dabei nimmt die Qualität mit zunehmendem Alter ab. Die Natur stellt irgendwann das Heranreifen-Lassen der Eizellen ab. Mit dem Ende der Menopause ist der Prozess abgeschlossen.

Das Klimakterium kündigt sich oft Jahre vor der Menopause durch Unregelmäßigkeiten bei der Funktion der Eierstöcke (Ovarien) an. Es erfolgt ein Rückgang des Sexualhormons „Progesteron“, das in der zweiten Hälfte des Zyklus (vorwiegend vom Gelbkörper) gebildet wird.

Vor allem in den Eierstöcken, in der Follikelhülle der Eizelle und ebenfalls im Gelbkörper werden auch Östrogene (oder „Estragene“) produziert. Sie steuern sehr viele wichtige Prozesse im weiblichen Körper. Mit den Schwankungen in den Zyklen kommt es zu Hormonverschiebungen mit zeitweise auch hohem Östrogenspiegel. Gerade diese relative Östrogendominanz führt bei vielen Frauen zu bekannten Wechseljahres-Symptomen unterschiedlichster Art und Ausprägung.

1. Rückgang der Gestagene (Gelbkörperhormone)

2. Unregelmäßiger, verkürzter Monatszyklus, mit Schmier- und Zwischenblutungen

3. Zugleich Progesteron-Mangel mit relativem Östrogen-Überschuss, Wassereinlagerungen, Brustbeschwerden, zu starke und zu lange Blutungen, Zuwachs Gebärmutterschleimhaut (Risiko der Bildung von Myomen, Zysten, Endometriose …)

Erhöhter sexueller Antrieb in der Prämenopause

Für Viele ein angenehmer Nebeneffekt ist die oftmals gesteigerte Lust auf Sex.
Achtung: In dieser Phase kann es durchaus noch zu Schwangerschaften kommen!

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Die Perimenopause – endgültiger Umbau

Biochemie, die Ihr Leben kräftig mitbestimmt

 

Dauer und Ende dieser intensiven biologischen Veränderung sind von Frau zu Frau unterschiedlich.
Exakt im Voraus bestimmen lassen sich Anfang und Ende des Prozesses nicht.

Abfall Östrogen und Progesteron – Ausbleiben der Periode (Menopause) – Dominanz der Androgene

    • Hitzewallungen,
    • Schweißausbrüche,
    • Herzbeschwerden,
    • Blutdruckanstieg,
    • Gelenkschmerzen meist in den Fingern,
    • Empfindungsstörungen Arme und Beine (wie Ameisenlaufen)
    • Trockenheit der Schleimhäute (v. a. Scheide und Augen),
    • dadurch vermehrte Entzündungen,
    • vermehrte Pilzinfektionen,
    • Vaginalschmerzen,
    • Probleme beim Geschlechtsverkehr,
    • Cholesterinanstieg (Arterioskleroserisiko steigt)

Dominanz der Androgene

  • Gewichtszunahme (Brust-, Bauch- und Hüftumfang nimmt zu),
  • Zunahme Körperbehaarung,
  • Kopfhaar wird lichter und dünner, eventuell Haarausfall

 

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Die Postmenopause: Viele gute Jahre mit bewusster Lebensweise

 

Lästige Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen verschwinden, wenn sich der Körper auf sein neues hormonelles Gleichgewicht eingependelt hat. Denn die Eierstöcke produzieren durchaus auch in der Postmenopause weiterhin kleine Mengen von verschiedenen Hormonen.

Dieser Umstimmungsprozess verläuft von Frau zu Frau unterschiedlich lange, kann durch eine bewusste Lebensweise und auch durch begleitende Therapien positiv befördert werden. Doch es bleiben einige Dinge zu beachten.

Nach dem Klimakterium fällt die frühere natürliche relative Schutzfunktion des Östrogens für die weibliche Gesundheit weg. Das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen nimmt zu bzw. erreicht nun ein Niveau wie bei den Männern. Rauchen und Übergewicht, eine unausgewogene Ernährung mit zu viel Fett, tierischem Eiweiß, Nikotin und Alkohol belasten nun den weiblichen Körper viel stärker als vor den Wechseljahren.
 

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Das leidige Thema Gewicht

 

Bereits in der 2. Phase (Perimenopause) beginnt eine Reduktion (Abnahme) der Muskelmasse, bei Zunahme des Fettgewebes durch den veränderten Östrogenhaushalt. Es kommt zu einer anderen Fettverteilung, vor allem an Brust, Bauch und Hüfte. Diese Zunahme des Fettgewebes ist ein natürlicher Kompensationsversuch des Körpers, um den Östrogenmangel auszugleichen.

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Der enzymatische Vorgang der „Aromatase“ wandelt Androgene in Östrogene und baut diese in Fettgewebe ein. Diese „periphere Östrogenbildung“ im Fett- und in kleinen Teilen auch im Muskelgewebe, findet hauptsächlich an Bauch, Po und im Hüftbereich statt und führt quasi zu einem Umbau der Figur.

Regelmäßiger Alkoholkonsum (besonders Bier, welches durch den Hopfen dazu noch viele Phytoöstrogene enthält) befördert die Aromatase. Da der Stoffwechselumsatz vermindert ist, haben Frauen im Alter von um die 50 Jahren zudem einen um einige hundert Kalorien geringeren Energie-Bedarf, gegenüber beispielsweise einer Frau um die Dreißig.

Wichtig ist daher nun eine bewusste und gesunde Ernährung.

Eine Kleidergröße bzw. Körbchengröße beim BH mehr ist nach dem Wechsel nicht selten.

Sie sollten sich keinen übermäßigen Stress machen, um unbedingt in die Jeans von früher zu passen. Ständiger Stress lässt den Körper das Hormon Cortisol ausschütten, das wiederum die Fetteinlagerung begünstigt. Ein Teufelskreis.

Die „kleinen Fettpolster“ an Bauch und Busen sind, wie oben beschrieben, ein natürlicher Kompensationsversuch des Körpers und nicht wirklich „ungesund“, solange Sie sich zum Ausgleich bewusst bewegen und ernähren!

Wichtig ist hier, ein ausgewogenes Maß zu finden, mit dem Sie sich in ihrem Körper wohl fühlen. Auch das kann sehr individuell sein.

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Heute leben Frauen nach der Menopause statistisch noch ‚gute’ 30 Jahre!

 

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Nach den Wechseljahren haben Frauen heute noch viele produktive Jahre bzw. Jahrzehnte vor sich.
Denn die Menopause bedeutet nicht (mehr), dass nun das Alter und der Abbau unaufhaltsam beginnen. Das Bild der Matrone, in sackförmige Kleider gehüllt und ohne jede erotische Attraktivität, gehört ins letzte Jahrhundert, als die Frauen oft wirklich nicht älter als maximal 50 oder 60 Jahre wurden. Es spukt aber immer noch in vielen Köpfen herum.

Frauen über 50 können heute sexuell aktiv, selbstbestimmt und produktiv, aus ihrer Lebenserfahrung schöpfend, leben.

Aber es ist nun ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper wichtig. Damit aus vielen Jahre auch viele gute Jahre werden.
 

Was kann frau selber machen? Bewegung und bewusste Ernährung

 

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Eigentlich ist es ganz einfach: Bewegung und Ernährung sind die zwei wichtigsten Komponenten, die Sie für sich bewusst gestalten können und sollten! Sehen Sie die Wechseljahre als Chance, um eine gesunde Ernährung und Lebensweise zu beginnen.
 

Bewusste Ernährung – beginnt bereits beim Einkauf

 

Bewusste Ernährung beginnt bereits beim Einkauf. Vermeiden Sie, wann immer es geht, Fertigprodukte und industriell hergestellte Lebensmittel! Das sind nicht nur die Tiefkühlpizza und das Huhn aus der Massentierhaltung, sondern das ist bereits ein „Frucht“-Joghurt.

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Schnell und gesünder lässt sich der mit etwas frischen Obst (ohne Zusätze wie Industriezucker) selber herstellen. Kaufen Sie bewusst ein, und schauen Sie genau hin, was in ihren Nahrungsmitteln wirklich drinnen ist. Es müssen nicht immer teure Bioprodukte sein, wichtiger sind frische und saisonale Lebensmittel. Und vor allem kochen Sie so oft es geht selbst, mit frischen Produkten!

Tun Sie sich selbst etwas Gutes. Ihre Nahrung ist ein sicherer Verbündeter für Ihr Wohlbefinden. Durch eine bewusste Ernährung, vor allem im dritten Lebensabschnitt, lassen sich unsere so genannten „Wohlstandskrankheiten“ (Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ 2, Gicht, Arteriosklerose etc.) oftmals abwenden und aufhalten.
 

Eine sehr grobe Richtlinie könnte sein:

 

Reduzieren Sie ihren Konsum von tierischen Eiweiß (Fleisch, Eier, Milchprodukte, Butter). Fetter Seefisch einmal pro Woche ist, wegen der Omega-3-Fettsäure (positiv für Herz-Kreislauf und zur Osteoporose-Vermeidung) zu empfehlen – alternativ auch in Lebertran oder als Nahrungsergänzungsmittel. Vermeiden Sie raffinierte Weißmehle und Industriezucker (handelsübliches Brot, Teigwaren, Kuchen). Achten Sie generell auf versteckten Zucker in Fertigprodukten (Erfrischungsgetränken, Ketchup etc.). Auch andere Süßungsmittel wie Fruchtzucker, Honig, etc. sollten bewusst nur sehr sparsam konsumiert werden – ähnlich wie Alkohol.

Auch (periodisches) Fasten kann in der Zeit der Umstellung einen sehr günstigen Effekt haben.
Das kann eine mehrwöchige Fastenkur im Jahr sein oder auch ein Tag in der Woche. Schon eine tägliche Nahrungspause von mindestens 14 Stunden (zum Beispiel von 17.00 – 7.00 Uhr bzw. 20.00 – 10.00 Uhr morgens) kann erheblich zur Gesundwerdung bzw. -Erhaltung beitragen.

Gerne berate ich Sie hierzu in meiner Praxis oder verweise Sie an Kolleginnen, die als spezialisierte Fasten- und Ernährungsberaterinnen arbeiten.
 

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Verzicht auf Nikotin und zuviel Alkohol – nicht einfach aber (ggf. mit Hilfe) möglich

 

Hören Sie auf mit den „alten Lastern“, und beginnen Sie ein „un-beschwertes“ Leben. Gerade in der Postmenopause wirken sich Nikotin und Alkohol schädlich auf den weiblichen Organismus aus, da durch das Fehlen der Östrogene, der relative Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen wegfällt.

Nikotin fördert neben den mittlerweile sehr bekannten Risiken (wie Lungenkrebs, Herzinfarkt, Arterienverengung, obstruktive Lungenerkrankungen, Parodontose) besonders auch das Osteoporose-Risiko.
Nach vielen Jahren, vielleicht Jahrzehnten das Rauchen aufzuhören, kann schwierig sein.
Holen Sie sich Unterstützung. Trauen Sie sich, Ihre Probleme anzusprechen.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und therapeutischen Angeboten bei der Rauch- bzw. Suchtentwöhnung. Lassen Sie sich helfen, wenn Sie merken, dass Sie es alleine nicht schaffen.
 

Viel Bewegung – möglichst im Freien

Sie müssen jetzt weder im Fitnessstudio Hanteln stemmen, um durch Krafttraining den Muskelabbau aufzuhalten, noch brauchen Sie Marathon zu laufen, um das Herz zu trainieren.

Bereits Gartenarbeit, Treppensteigen oder längere Spaziergänge können ein sehr effektives und sanftes Herz-Kreislauf- und Krafttraining sein. Besonders die Bewegung im Freien fördert den Knochenstoffwechsel (Vitamin D) und mindert so das Osteoporose-Risiko erheblich.
Machen Sie so viel wie Sie können und vor allem, was Ihnen Spass macht! Wenn Sie verbissen und unter Stress morgens durch den Park hetzten, bringt das nicht wirklich viel. Haben Sie Freude an Ihrem Körper und an der Bewegung, ohne Zwang und Leistungsdruck. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich selbst.

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Entspannung für Körper und Seele

 

Viele Wechseljahresbeschwerden, vor allem die des vegetativen Nervensystems, wie Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder auch Bluthochdruck, können sich durch Entspannungstechniken verbessern. Yoga, Meditationsübungen, Autogenes Training etc. können Ihnen helfen, Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Probieren Sie einfach aus, was Ihnen Freude macht und gut tut.

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Was Sie wie genau für sich tun können, erfahren Sie auf Wunsch in meiner Praxis, da noch detailliertere Informationen den Rahmen dieser Seite sprengen würden.

Ich helfe Ihnen gerne auf Ihrem Weg durch die Wechseljahre und freue mich Sie vielleicht bald in meiner Praxis kennenlernen zu dürfen.

Hier können Sie jetzt einen Termin vereinbaren:

Einmaliger unverbindlicher Beratungstermin zum Kennenlernen (maximal 30 Minuten) – persönlich oder telefonisch – kostenfrei.
 

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